Aufnahme einer Strasse in Tabora.

Neue Smartphones vereinen Modernisierung und soziale Verantwortung am USB

Seit letztem Dezember wird ein Teil der alten Telefone am Universitätsspital Basel schrittweise von Smartphones abgelöst. Mitarbeitende des Vereins gaw Basel bereiten diese in einem geschützten Rahmen für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer vor – ein Besuch bei der Telekomtechnik.

Danielle Lüssi sitzt konzentriert an ihrem Computer. Neben ihr liegen gut ein Dutzend neuer Smartphones. All diese Geräte haben sie und ihre Kolleginnen von der Gesellschaft für Arbeit und Wohnen (gaw) Basel in den letzten Tagen vorinstalliert. Nun wartet das Team darauf, dass die zugewiesenen USB-Mitarbeitenden die Geräte abholen.

 

Die Mitarbeitenden der gaw unterstützen das Universitätsspital Basel damit in der letzten Phase des Projekts «Neue Telefonie am USB», des sogenannten Smartphone-Roll-outs. Was zunächst nach einem rein technischen Vorhaben klingt, hat durch die Zusammenarbeit mit der gaw eine soziale Dimension erhalten.

«Ich bin gerne hier und schätze die abwechslungsreichen Tätigkeiten.»

Danielle Lüssi
Danielle Lüssi

Danielle Lüssi

Wie die gaw Perspektiven schafft

Seit fast 40 Jahren begleitet der Verein gaw Basel Menschen mit einer Beeinträchtigung auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Die gaw bietet begleitete Arbeitsplätze für Menschen mit einer IV-Rente und Ausbildungen mit IV-Unterstützung an. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit zuweisenden Stellen. Dank Partnerschaften schafft die gaw auch Zugang zu Arbeitsplätzen im ersten Arbeitsmarkt. Arbeit bedeutet dabei weit mehr als Beschäftigung: Sie schafft Struktur, stärkt Fähigkeiten und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. 

Motorrad vor Krankenhaus in Tabora.

gaw und USB: wie die Zusammenarbeit entstand

Im Juli 2025 war klar: Für den breiten Ersatz der bisherigen Telefone durch neue Smartphones benötigt der Bereich Digitaliserung & ICT zusätzliche Ressourcen. Das Vorkonfigurieren der Geräte, die Vorbereitung für die Übergabe sowie die eigentliche Aushändigung sollten jedoch nur temporär erfolgen. Verschiedene Anfragen bei Partnerbetrieben und Arbeitsvermittlungen blieben unbefriedigend. Schliesslich brachte die Abteilung Beschaffung des USB die gaw Basel ins Spiel.

 

Bereits die ersten Gespräche zeigten: Hier finden Bedarf und soziale Wirkung ideal zusammen. Das Projekt versprach nicht nur Entlastung für die USB-Telekomtechnik, sondern gleichzeitig einen Beitrag zu sozialer Nachhaltigkeit. Der erste Auftrag wurde von der gaw derart überzeugend umgesetzt, dass die Zusammenarbeit ausgeweitet wurde. Nun unterstützt die gaw das USB über den gesamten Rollout hinweg. Vier Mitarbeitende wechseln sich in zwei Tagesschichten ab. So ist die durchgehende Ausgabe der Geräte gewährleistet.

Abläufe mit System – die Aufgaben der gaw-Mitarbeitenden

Bei unserem Besuch stellt uns gaw-Mitarbeiterin Danielle Lüssi die einzelnen Arbeitsschritte vor. Jede Lieferung neuer Geräte wird zunächst sorgfältig eingelagert. Dabei kontrollieren die gaw-Mitarbeitenden, ob Schutzgläser und Hüllen vollständig mitgeliefert wurden. Danach beginnt die Vorkonfiguration der Smartphones – ein entscheidender Schritt, um die Smartphones für die Mitarbeitenden des USB bereit zu machen. Anhand einer detaillierten Checkliste werden sämtliche notwendigen Vorbereitungen durchgeführt: Softwareinitialisierung, Konfigurationen, Sicherheitsvorgaben und Installationen. Danach werden die Geräte ihren neuen Nutzerinnen und Nutzern zugewiesen und sind bereit zur Ausgabe.

 

Auch beim Geräteaustausch unterstützen die Mitarbeitenden der gaw. Hierfür gibt ebenfalls eine standardisierte Checkliste Orientierung und stellt sicher, dass jeder Schritt korrekt erfolgt. Die gaw-Mitarbeitenden übergeben den USB-Mitarbeitenden ihr neues Gerät, erklären die wichtigsten Funktionen und weisen in die neue Telefonie-App ein.

 

Danielle Lüssi war von Anfang an ins Projekt involviert. Ihr gefällt die Arbeit am USB:

 «Ich bin gerne hier und schätze die abwechslungsreichen Tätigkeiten.»

 

In den ersten zwei Monaten des Projekts wurden bereits knapp 300 Geräte erfolgreich vorbereitet und ausgegeben. Der Roll-out läuft auf Hochtouren: Das Ziel liegt bei etwa 250 ausgehändigten Smartphones pro Woche. Bis im Sommer sollen alle neuen Geräte im Einsatz sein.

Francois Heili, Teamcoach der USB-Telekomtechnik und Leiter Smartphone Roll-out
Francois Heili, Teamcoach der USB-Telekomtechnik und Leiter Smartphone Roll-out

Francois Heili, Teamcoach der USB-Telekomtechnik und Leiter Smartphone Roll-out

«Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der gaw läuft super. Sie bringen viel Eigeninitiative und Ideen ein. Wir sind sehr begeistert.»

Ein Gewinn auf allen Ebenen

François Heili, Teamcoach des «Unified Communication» (UC)-Teams der USB-Telekomtechnik und Leiter des Smartphone Roll-outs, ist sehr zufrieden mit dem gemeinsamen Projekt: 

 

«Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der gaw läuft super. Sie bringen viel Eigeninitiative und Ideen ein. Wir sind sehr begeistert.» 

 

Die gaw-Mitarbeitenden unterstützen das UC-Team mittlerweile bei Arbeiten über den Smartphone-Roll-out hinaus. So holen sie Geräte ab und sorgen für Ordnung im Büro. Sie sind ein wertvoller Bestandteil des Teams geworden.

 

Der Smartphone-Roll-out zeigt, wie technische Modernisierung und soziale Verantwortung vereint werden können. Das USB profitiert von verlässlicher, qualitativ hochwertiger Unterstützung und die gaw bietet ihren Mitarbeitenden eine sinnvolle, strukturierte und realitätsnahe Tätigkeit. Am Ende erhalten die Nutzerinnen und Nutzer der neuen Smartphones ein professionell vorbereitetes Gerät inklusive persönlicher Einführung. Mit dem gemeinsamen Projekt setzen das USB und die gaw ein Zeichen für nachhaltige regionale Kooperation und gesellschaftliche Teilhabe.