Pulse Day am 1. März 2026
Jährlich am 1. März findet der internationale Pulse Day statt. Unter dem Leitthema «Im richtigen Takt» liefern wir nützliche und spannende Informationen zu unserem Puls und dem Krankheitsbild des Vorhofflimmerns.
Der Puls ist mehr als nur eine Zahl. Er zeigt, wie regelmässig und effizient unser Herz arbeitet. Wer den eigenen Puls kennt, kann Veränderungen früh wahrnehmen. Welche Hinweise der Puls liefert und welche Rolle er bei der Früherkennung von Vorhofflimmern spielt, erfahren Sie hier.
Was ist der Puls?
Unser Puls signalisiert, wie oft und regelmässig unser Herz pro Minute schlägt. Der fühlbare Puls entsteht, wenn das Herz Blut in die Arterien pumpt und dabei eine spürbare Druckwelle auslöst. Diese lässt sich an verschiedenen Stellen des Körpers tasten, zum Beispiel am Handgelenk oder am Hals.
Jeder Herzschlag sorgt dafür, dass Blut durch den Körper fliesst und Organe sowie das Gehirn mit Sauerstoff versorgt werden.
Dabei sind zwei Aspekte entscheidend:
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Die Pulsfrequenz – wie schnell das Herz schlägt
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Der Pulsrhythmus – ob die Herzschläge regelmässig oder unregelmässig sind
Beides zusammen liefert wichtige Hinweise darauf, wie das Herz arbeitet und ob Auffälligkeiten vorliegen könnten.
Welcher Puls ist normal?
Im Ruhezustand liegt der Puls bei den meisten Erwachsenen ungefähr zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute. Bei Kindern und Jugendlichen ist der Ruhepuls in der Regel höher, während er im höheren Lebensalter etwas niedriger sein kann.
Abweichungen davon sind nicht automatisch krankhaft. Diese können zum Beispiel durch Sport, Stress, Medikamente oder Schlaf beeinflusst werden.
Wichtig ist weniger der einzelne Messwert, sondern:
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ob der Puls plötzlich deutlich höher oder niedriger ist als sonst
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ob er sich unregelmässig anfühlt
Was ist der Pulse Day?
Der Pulse Day ist ein internationaler Aktionstag, der jährlich am 1. März stattfindet.
Der Pulse Day wurde von der European Heart Rhythm Association (EHRA) gemeinsam mit ihren internationalen Partnergesellschaften initiiert. Die Deutschen Herzstiftung hat unter #PULSEDAY eine jährliche Awareness-Kampagne ins Leben gerufen.
Ziel des Pulse Days ist es, den eigenen Herzrhythmus bewusster wahrzunehmen und mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.
Auch wir als Universitäres Herzzentrum möchten unseren Beitrag dazu leisten und informieren anlässlich des Aktionstages.
Und warum der 1. März?
Der 1. März (1/3) steht symbolisch dafür, dass jede dritte Person weltweit im Laufe ihres Lebens eine behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörung entwickeln kann.
Wie messe ich meinen Puls?
60-80
Schläge pro Minute gelten für die meisten Erwachsenen in Ruhe als normal.
100'000x
So oft schlägt das Herz im Durchschnitt am Tag.
ca. 7000
Liter Blut pumpt unser Herz täglich durch den Körper.
2–4%
der Schweizer Bevölkerung sind von Vorhofflimmern betroffen.
Fokusthema: Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und bleibt dennoch oft lange unbemerkt. Ein unregelmässiger Puls, Herzstolpern oder reduzierte Belastbarkeit können Hinweise sein. Unbehandelt erhöht Vorhofflimmern das Risiko für einen Schlaganfall deutlich.
Im Expertenvideo erklären wir, was Vorhofflimmern genau ist, wie es erkannt wird und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten am Universitären Herzzentrum Basel zur Verfügung stehen.
Unser Pulse-Day-Experte:
Was ist Vorhofflimmern?
Behandlung: Vorhofflimmerablation
Wussten Sie?
Sportler*innen haben oft einen deutlich niedrigeren Puls.
Ein Ruhepuls von 40–60 Schlägen pro Minute ist bei gut trainierten Menschen keine Seltenheit.
In Bewegung
Der Puls folgt der Atmung
Beim Einatmen wird der Puls schneller, beim Ausatmen langsamer.
Puls und Musik
Der menschliche Puls reagiert messbar auf Tempo und Rhythmus von Musik.
Schnelle, rhythmische Musik kann den Puls leicht beschleunigen.
Ruhige, langsame Musik kann den Puls verlangsamen.